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Katharina de Medici ist ein unsterblicher Humani und gebürtige Italienerin. Sie ist im Konflikt zwischen den verschiedenen Parteien der Älteren neutral.

Historisches Bearbeiten

Katharina de Medici wurde am 13. Mai 1519 im Florenzer Palast der de Medicis in Florenz als einziges Kind von Lorenzo di Piero de Medici, dem Herzog von Urbino, und seiner jungen Frau, Madeleine de la Tour d'Auvergne geboren.

Ihre Familie mütterlicherseits war mit dem französischen Kaiser Franz I. verwandt, während die de Medicis schon im 15. Jahrhundert durch den Wollhandel zuerst zu bedeutenden Handelsleuten und dann zu Bankiers aufzusteigen und schließlich im 16. Jahrhundert den Adelsstand zu erlangen. Ihrem Vater wurde gutes Aussehen, Arroganz, geschickte Diplomatie, Ehrgeiz, Feigheit und Opportunismus nachgesagt.

Jedoch verlor sie beide Eltern schon kurz nach der Geburt - die Mutter starb zwei Wochen danach im Kindbettfieber, ihr Vater einen Monat später durch die Spätfolgen von Syphilis. Da sie mit drei Monaten schwer erkrankte, glaubte man, dass auch sie bald sterben würde, erholte sich jedoch.

Sie wurde zu ihrer Tante Clarice de Medici geschickt, von der sie mit acht Jahren an einen strengen Klosterorden namens "die Eingemauerten" übergeben wurde, welcher in vollkommener Abgeschiedenheit lebte. Dort blieb sie bis sie dreizehn Jahre alt war und wechselte anschließend ins Kloster Santa Lucia, welches sie aber nur ein Jahr später wieder verließ, da ihr Vormund und Papst Giulio de Medici - oder Papst Klemens - sie verheiraten wollte.

Schon vorher waren Verlobungen mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Ercole d'Este, Jakob V. von Schottland, Francesco II., Maria Sforza und Federigo Gonzaga in Betracht gezogen, jedoch aus unterschiedlichen Gründen verworfen.

Die endgültige Verlobung fand 1532 mit Henri II. von Orléans statt, da dessen Vater Franz I. als König Frankreichs sich das Mainland wieder aneignen wollte und durch die Heirat einer Medici ins Königshaus Papst Klemens' Widerstand unterbinden wollte.

So heiratete die vierzehnjährige Katharina am 18. Oktober 1533 in einer vom Papst persönlich abgehaltenen Zeremonie Henri von Orléans.

Nach dieser bekam sie von ihrer neuen Familie Unterricht in Mathematik, Dichtkunst, Latein und Griechisch, welchem sie gut folgen konnte und große Wissbegierigkeit an den Tag legte.

Sie soll ihren Mann sehr geliebt haben, musste jedoch ein langjähriges Verhältnis seinerseits schon 1536 mit der neunzehn Jahre älteren Diana de Poitiers ein festes Liebesverhältnis einging und sie lange Zeit seine Hauptmätresse blieb. Auch drei weitere Liebschaften brachten Kinder hervor, wohingegen die Ehe zehn Jahre lang kinderlos blieb.

Nachdem jedoch ihr Ehemann durch den Tod seines älteren Bruders Thronfolger wurde, waren eheliche Kinder notwendig und Katharina wollte freiwillig in ein Kloster gehen, damit es eine fruchtbarere Ehe geben konnte. Allerdings waren sowohl ihr Schwiegervater als auch dessen Schwester dagegen, weshalb sie blieb.

Ihr erstes Kind - Franz II. - brachte sie nach einer schweren Geburt am 20. Januar 1544 zur Welt, ihre Lieblingstochter Elisabeth ungefähr ein Jahr später. In den folgenden zwölf Jahren brachte sie sieben weitere Kinder auf die Welt [Claude, Louis, Karl IX, Henri III [ihr Lieblingskind], Marguerite, Hercule [nach dem Tod seines ältesten Bruder Franz] und Zwillinge, welche jedoch kurz nach der Geburt starben].

Als ihre Tochter Elisabeth 1559 heiratete, nahm ihr Mann Henri II. an einem Turnier teil, bei dem ihn eine Holzlanze im Auge traf und dort zersplitterte. Trotz - oder wegen - der ärztlichen Behandlung starb er einige Tage nach dem Vorfall, nach dem Katharina nur noch schwarz trug.

Ihr erster Sohn wurde zwar König Frankreichs, starb jedoch nur ein Jahr nach seinem Amtsantritt, weshalb der jüngere Karl IX 1560 den Thron bestieg und Katharina als Regentin so vollkommen in die Machtkämpfe zwischen Adelshäusern und religiösen Gruppen hinein gezogen wurde.

So wurde ihr alleine die Schuld an der Ermordung von ungefähr dreitausend ermordeten Hugenotten angehangen, obwohl sie eigentlich nur deren Anführer töten lassen wollte. Davon versprach sie sich, Kriege zu verhindern, was ihr politisches Hauptbestreben war. Ihr war es lieber, die Anstifter umzubringen statt tausende von Untertanen in den Tod zu schicken.

Sie wird mit einem vollen Gesicht, breiter Nase und den charakteristischen, hervorstehenden Medici-Augen beschrieben. Trotzdem soll sie sehr anmutig gewesen sein, von einem schönen, üppigen Körperbau, dem ein "schöner, schneeiger Busen" [Brantôme] inbehalten war. Ihre Haut soll sehr hell gewesen sein und ihre Hände wunderschön. Sie soll sich sehr gut gekleidet haben.

Vom Charakter her soll sie erfinderisch, unternehmungslustig und jovial gewesen sein und es geliebt haben, das Wort zu führen. Ebenfalls lachte sie gerne - was sie vor allem bei den von ihr oft angesehenen Komödien der Fall war -, trotzdem soll sie auch Ernsthaftigkeit und Würde besessen haben, wenn diese notwendig war.

Andererseits soll sie auch ehrgeizig, sehr intelligent, charmant, sehr geduldig, listig, vielseitig begabt, belesen, verschwendungs- und prunksüchtig, sehr abergläubisch, freundlich, als politisch außerordentlich begabt, bescheiden, sanftmütig, raffiniert und scharfsinnig sein und entgegen der Gerüchte, sie möge ihre Hunde mehr als Kinder, ihre Söhne und Töchter über alles geliebt haben - auch wenn sie teilweise wütend werden und diese selbst mit der Rute züchtigte.

In ihrer Freizeit interessierte sie sich für Kunst - vorrangig Architektur -, die Jagd, den Tanz sowie ernsthafte Unterhaltungen.

Trotz der Tatsache, dass sie Kriege immer so gut es möglich war, verhinderte und für das Volk auch Beleidigungen einstecken konnte und die Inquisition in Frankreich verbot, hatte sie bei den meisten Mensche in ihrem Land keinen guten Ruf. Man betrachtete sie als Ausländerin und munkelte, dass sie eine Hexe sei.

Nach von ihr organisierten Friedensgesprächen mit katholischen und reformierten Vertretern beendete sie 1563 den ersten Religionskrieg und gestand den Hugenotten eingeschränkte Religionsfreiheit zu, auch wenn diese nur bis 1576 anhielt.

Auch bei ihren Kindern war sie oft Vermittlerin, da zwei ihrer Söhne gegeneinander intrigierten und als Karl IX. starb, ohne einen legitimen Erben zu hinterlassen, verhalf sie ihrem Lieblingskind Henri III. auf den Thron, auch wenn er bereits polnischer König war.

Mit sechzig Jahren soll sie sehr dick gewesen sein, was sie jedoch nicht von gesellschaftlichem Leben abhielt. Mit 69 Jahren zog sie sich jedoch aufgrund der Folgen von Rheuma und Gicht ins Schloss Blois zurück, in dem sie schließlich an Bronchitis im Jahr 1589 starb und nachts heimlich und schmucklos in der Kirche Saint-Sauveur beigesetzt.

Biografie Bearbeiten

Der dunkle Magier Bearbeiten

Katharina kommt nicht direkt vor. Niccolò Machiavelli erwähnt, dass sie eine der sieben Unsterblichen in Paris und eine von zweien ist, die nicht auf der Seite der Dunklen Älteren stehen. Sie wohnt in der Rue de Dragon, allerdings erwidert Machiavelli, dass sie zwar Mutter von drei französischen Königen, inzwischen aber nur sich selbst treu ist. Direkt auftreten tut sie nicht.

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