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Jede Geschichte beginnt mit einer Idee, aber erst die Figuren - die nach und nach lebendig werdenden Figuren - treiben diese Idee voran.

Michael Scott über die Herausforderung am Schreiben


Der wahre Kern der Geschichte ist ein Sondernachtrag, der im Buch "Lost Stories" angefügt wurde und Anmerkungen des Autors enthält, wie die Geschichte der Buchreihe zustande gekommen ist und er die Informationen dazu gesammelt hat.

Inhalt Bearbeiten

Als in verschiedenen Mythologien und Sagenwelten immer wieder auftretender Aspekt waren die Zwillingsfiguren als Kernpunkt von Anfang an für die Buchreihe vorherbestimmt. Danach sammelte er Kandidaten für die Nebenrollen, so unter anderem Scathach, die Morrigan, Hekate oder die Hexe von Endor. Die Zwillinge selbst als (einzige) nicht-mythologische Figuren waren von Anfang natürlich noch keine Zaubermeister. Daher schien es wunderbar zu passen, die Titelfigur der Geschichte, den Alchemisten, als Mentor der beiden einzusetzen.

Dr. John Dee Bearbeiten

Michael Scott beschreibt ebenso, dass er schon seit jeher einen Alchemisten als Hauptperson einer Buchreihe einsetzen wollte. Nach Stapeln von Notizbüchern über diesen Protagonisten schien Dr. John Dee für diesen Posten geeignet. Scott trug auch eine Vielzahl an Legenden aus aller Welt zusammen und besuchte eine Menge historischer Stätten, wo er alles fotografierte, was er irgendwie verwenden konnte.

Dr. John Dees Persönlichkeit hatte Scott schon immer fasziniert. Als Universalgelehrter am Hofe der englischen Königin Elisabeth I. gilt er als einer der bedeutendsten Männer seiner Zeit. So musste Scott auch keine Details zu diesem Charakter dazuerfinden, denn dieser hatte ohnehin schon genug tolle Eigenschaften und Attribute, um einen klasse Helden abzugeben. Zum einen war er Gelehrter in den Bereichen Alchemie, Mathematik, Geografie, Astronomie und Astrologie; zum anderen war er für die Königin immer wieder in Geheimangelegenheiten tätig. Sein Kürzel für verschlüsselte Botschaften bestand aus zwei Kreisen, für die Augen ihrer Majestät, und seinem persönlichen Kürzel, das einer Sieben ähnelt. So steht Dee für den ursprünglichen "007". Genauso geht man davon aus, dass John Dee als Inspiration für die Hauptfigur "Prospero" aus Shakespeares "The Tempest", "Der Sturm" galt.

Nicholas Flamel Bearbeiten

Dr. John Dee besaß zu Lebzeiten eine der größten Bibliotheken weltweit, unter anderem natürlich auch die Bücher von Nicholas Flamel. Dieser, ebenfalls Alchemist, war zu seinen Lebzeiten, im 14. Jahrhundert, schon weitläufig bekannt und dementsprechend viele Zeitgenossen schrieben über ihn, weswegen viel über ihn bekannt ist. Das machte es für Scott leicht, genau wie bei John Dee keine Extrainformationen einzubauen, sondern ihn wahrheitsgetreu abzubilden. Beruflich tätig war er als Buchhändler und Schreiber, der Briefe verfasste oder Bücher kopierte. Eines Tages bekam er ein ganz besonderes Buch in die Hände: Abrahams Buch der Magie. Dieses Buch hat es wirklich gegeben, Flamel hat es den kupferbeschlagenen Band auf dem rindenähnlichen Papier genau beschrieben. Dieses Buch war allerdings in einer seltsamen Sprache geschrieben, die Nicholas und seine Frau Perenelle auf einer Europareise zu entschlüsseln versuchen.

Ende des 14. Jahrhunderts kehrte Flamel nach Paris zurück, mit einer Menge Geld im Gepäck. Bis heute weiß niemand, womit Flamel so reich geworden ist, selbst hat er sich nie dazu geäußert. Diese Tatsache beflügelte natürlich alle Arten von Theorien, allen voran, dass er das Ur-Geheimnis der Alchemie entdeckt habe, den Stein der Weisen, mit dem man einfaches Metall in Gold verwandelt habe. Ebenso glaubten viele Menschen, dass Flamel das Geheimnis ewigen Lebens entdeckt habe. Auf jeden Fall verwendeten Nicholas und Perenelle ihren Reichtum dafür, Krankenhäuser und Waisenhäuser sowie Kirchen zu bauen.

Um das Jahr 1418 herum soll Nicholas schließlich gestorben sein, kurz nach seiner Frau. Danach wurden ihre ganzen Besitztümer, speziell ihr Haus, auf Hinweise nach dem Grund für ihren Reichtum abgesucht. Es wurde nichts gefunden. Buchstäblich nichts befand sich auch in ihrem Grab, das eines Nachts geschändet wurde. Dadurch bestätigte sich für viele die Theorie, dass die Flamels unsterblich geworden sein sollen. Sie sollen in den darauffolgenden Jahren in ganz Europa gesehen worden sein.

Der Autor erzählt, wie er sich im Spätherbst 2000 in den Straßen von Paris verlaufen hatte. Auf dem Weg von der Nôtre Dame zum Centre Pompidou wusste er irgendwo zwischen dem Boulevard de Sebastopol und der Rue Beaubourg nicht mehr weiter. Von letzterer bog er in in die Rue du Montmorency ein. Dort erblickte er die Auberge Nicholas Flamel, die, wie auf einem Schild beschrieben, 1407 gebaut eines der ältesten Gebäude in der Hauptstadt Frankreichs ist. Heute befindet sich darin ein Restaurant, in dem Michael Scott an diesem Tag zu Abend gegessen hatte. Er begutachtete dort die Architektur, die noch wie original aussah.

Als er an diesem feuchten Herbstabend die Auberge verlassen hatte, sinnierte er über das Werk dieses Mannes. Sein Haus wurde von der Pariser Bevölkerung bis heute instandgehalten und jeweils eine Straße nach ihm und seiner Frau benannt. Da wurde ihm klar, dass Nicholas Flamel der Mentor der Zwillinge würde, nicht John Dee. Alle Teile der Buchreihe fanden sich zusammen und die Geheimnisse des Nicholas Flamel nahmen Gestalt an.